Eigene Modemarke gründen - Schritt für Schritt Anleitung (2024)
Der Modemarkt ist ein stark wachsender, aber auch stark umkämpfter Markt. Jeden Tag schießen neue Modemarken wie Pilze aus dem Boden. In diesem hochkompetitiven Umfeld eine langfristig erfolgreiche Modemarke aufzubauen, ist nicht einfach. Deswegen sollte der Start deiner Modemarke gut geplant sein. Deswegen zeige ich dir im Folgenden Schritt für Schritt, wie du deine Modemarke gründest.
Inhaltsangabe
- • Einleitung
- • 1. Bestimme deine Zielgruppe
- • 2. Was ist dein USP?
- • 3. Überlege dir einen Namen für deine Marke
- • 4. Design dein Logo
- • 5. Starte den Designprozes
- • 6. Erstelle ein Techpack
- • 7. Finde eine Produktion
- • 8. Produziere ein Sample
- • 9. Starte dein Marketing
- • 10. Die Bulkproduktion
- • 11. Aufbau deines Onlineshops
- • Zusammenfassung
1. Bestimme deine Zielgruppe
Bevor du deine Modemarke startest, solltest du herausfinden, wer deine Produkte kaufen wird. Dein Kunde sollte immer im Mittelpunkt deiner Marke stehen. Nur mit einer klaren Vorstellung davon, wer dein Zielkunde ist, kannst du Produkte entwerfen, die am Ende auch gekauft werden. Eine Persona kann dir dabei helfen, deine Zielgruppe genau zu bestimmen.
Um eine Persona zu erstellen, stelle dir folgende Fragen:
- Wer ist dein Kunde?
- Wie alt ist dein Kunde?
- Wo wohnt er?
- Welche Interessen hat er?
- Welche Werte sind ihm wichtig?
2. Was ist dein USP?
In einer Welt, in der jeden Tag neue Modemarken entstehen, solltest du dir klar überlegen, was dein USP (Alleinstellungsmerkmal) ist. Warum sollten Menschen deine Produkte kaufen, wenn sie sich auf keiner Ebene von der Konkurrenz unterscheiden?
3. Überlege dir einen Namen für deine Marke
Für die Auswahl eines guten Namens solltest du dir genügend Zeit lassen. Du benötigst einen Namen, der deine Marke und deine Markenvision besonders gut repräsentiert. Zudem sollte der gewählte Name genügend Alleinstellungsmerkmale besitzen, damit du von der Konkurrenz herausstichst und wiedererkannt wirst. Es macht besonders Sinn, bevor man sich auf einen Namen festlegt, zu schauen, ob dieser als Domain (für deinen Shop) oder als Markenname bereits vergeben ist.
4. Design dein Logo
Dein Logo ist ein unverzichtbarer Bestandteil deiner Marke! Es gibt unterschiedliche Arten von Logos. Dazu zählen Wortmarken, Bildmarken, Lettermarken und viele weitere. Du solltest dich vor deiner Logoerstellung für eine dieser Logoarten entscheiden. Starte zuerst mit einer Skizze und nutze danach Programme wie Photoshop, Canva oder Procreate, um dein Logo fertigzustellen.
Wenn du nicht viel Erfahrung mit der Erstellung von Logos hast, habe ich einen Geheimtipp für dich: Starte, wie eben genannt, mit einer Skizze und gehe danach auf Plattformen wie Fiverr oder Upwork. Hier kannst du von Designern kostengünstig dein Logo überarbeiten lassen.
5. Starte den Designprozess
Kreiere zuerst ein Moodboard, hier sammelst du alle deine Ideen. Ein Moodboard ist eine Zusammenstellung von Bildern, Farben und Ideen, das dir dabei hilft, eine klare Produktvision zu entwickeln. Ein Moodboard lässt sich digital mit Programmen wie Procreate erstellen. Gib in deinem Moodboard Designelemente an, die du in deinem Produkt nutzen möchtest. Um Druckarten oder bestimmte Schnitte genau zu definieren, nutze Bilder von bereits bestehenden Marken. Nachdem du ein Moodboard erstellt hast, kreiere ein Mockup von deinem Produkt. Mithilfe eines Mockups kannst du zeigen, wie dein Endprodukt aussehen soll. Um ein Mockup zu erstellen, kannst du entweder selber Zeichnungen von deinem Produkt anfertigen oder auf bestehende Mockups zurückgreifen, die du nur noch auf deine Anforderungen anpasst. Solche Mockups findest du kostengünstig auf Seiten wie Etsy.
6. Erstelle ein Techpack
Wenn du jetzt eine klare Vorstellung davon hast, wie dein Endprodukt aussehen soll, kannst du jetzt ein Techpack erstellen. In einem Techpack hältst du alle wichtigen Einzelheiten und Eigenschaften deines Produktes fest. Damit kannst du deiner zukünftigen Produktion genau vermitteln, wie dein Endprodukt aussehen soll. Hier gibst du wichtige Informationen wie Stoffdicke, Druckart, Maße usw. an. Ein Techpack ist ein elementarer Baustein beim Start deiner Modemarke. Ohne ein Techpack kann deine Produktion deine Produktwünsche nicht umsetzen und erst recht keinen Kostenvoranschlag geben.
Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu, wie du dein eigenes Techpack erstellst.
7. Finde eine Produktion
Im nächsten Schritt musst du eine Produktion finden, welche deine Produkte herstellen kann. Auf Suplify findest du mehr als 500 Produzenten aus Portugal, Türkei, Italien und Deutschland. Diese Produzenten kannst du in wenigen Schritten nach Produktionsstandort (Land), Mindestbestellmenge (MOQ) und Produkt filtern. Zu jedem Produzenten auf unserer Plattform findest du eine detaillierte Beschreibung mit Informationen zum Standort, Lieferzeiten, Bezahlbedingungen usw. Des Weiteren kannst du Produzenten direkt über unsere Website oder über WhatsApp anschreiben.
8. Produziere ein Sample
Nachdem du eine passende Produktion gefunden hast, lässt du von dieser jetzt ein Sample produzieren. Ein Sample ist ein Muster, welches dir zeigt, wie dein Endprodukt aussehen wird. Du bestellst immer, bevor du einen Großauftrag platzierst, ein Sample. Dieses ermöglicht dir zu überprüfen, ob deine Produktion deine Anforderungen richtig umsetzt und die Qualität des Produktes deinen Erwartungen entspricht. Auch gibt dir ein Sample die Möglichkeit, weitere Anpassungen an deinem Produkt zu machen. Da es sich bei einem Sample (Muster) um eine Einzelanfertigung handelt, sind die Kosten dafür in der Regel etwas höher.
9. Starte dein Marketing
Das Sample, das du gerade erhalten hast, ist eine hervorragende Möglichkeit, mit dem Marketing für deine Marke zu starten. Mit dem Sample kannst du Produktfotos machen und deine Kleidungsstücke in den sozialen Medien präsentieren. Soziale Medien sind eine großartige Möglichkeit, eine starke Beziehung zu deiner Zielgruppe aufzubauen. Versuche, authentische Inhalte rund um deine Marke zu erstellen, um so deine Zielgruppe in zukünftige Kunden umzuwandeln.
10. Die Bulkproduktion
Du hast bereits dein Sample erhalten und bist mit dem Endresultat zufrieden? Dann starte jetzt deine Bulkproduktion. Diese dauert am längsten, von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Dies ist abhängig von deiner bestellten Stückzahl und der Komplexität deines Produktes. Achtung! Achte darauf, nicht die gesamte Produktion im Voraus zu bezahlen. Stattdessen teile den Gesamtbetrag in mehrere Teile auf und kopple Zahlungen an Schritte im Produktionsprozess. Mithilfe dieses Schrittes senkst du dein Risiko. Sorg dafür, während des Produktionsprozesses eine gute Kommunikation mit dem Hersteller aufrechtzuerhalten, um Missverständnisse zu vermeiden. Das spart dir viel Geld und Zeit.
11. Aufbau deines Onlineshops
Während das Marketing für deine Modemarke bereits voll im Gang ist, solltest du dich jetzt um den Aufbau deines Onlineshops kümmern. Glücklicherweise gibt es dazu heute günstige Shopsysteme wie Shopify, welche die Erstellung deines Onlineshops kinderleicht machen. Achte darauf, die Bedienung deines Onlineshops so intuitiv und übersichtlich wie möglich zu gestalten, damit du keine Kunden auf dem Weg zum Checkout verlierst. Versuche, Vertrauen bei deinen Kunden zu gewinnen, indem du deinen Shop übersichtlich strukturierst und ansprechend gestaltest.
Zusammenfassung
Jetzt, wo du weißt, wie du deine eigene Modemarke aufbaust, kannst du den Sprung in die Modeindustrie wagen. Achte darauf, immer kreativ zu bleiben und innovative Produkte zu schaffen, welche deine Zielgruppe haben möchte. Wenn du Hilfe bei der Suche nach einer Produktion brauchst, suplify.net ist für dich da.